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Pudel und Kinder: Regeln für den Hund und für das Kind

Wie Sie den Pudel auf das Leben mit Kindern vorbereiten, was das Kind lernen muss und was Sie tun, wenn der Welpe hochspringt und der Hund eifersüchtig ist.

Redaktioneller Entwurf · Stand: 12. Oktober 2026

Kurz gesagt

  • Der Pudel ist freundlich und lernt schnell, deshalb fühlt er sich in einer Familie mit Kindern wohl.
  • Regeln brauchen beide: Der Hund gewöhnt sich an Menschen und Kommandos, das Kind daran, dass der Hund manchmal seine Ruhe braucht.
  • Ein kleines Kind und den Hund lässt man nicht allein miteinander.
  • Hypoallergene Hunde gibt es nicht. Der Pudel haart wenig, und manche Allergiker kommen mit ihm besser zurecht.

Warum der Pudel mit Kindern gut auskommt

  • Freundlich. Die Tierklinik-Kette VCA schreibt, dass Toy- und Zwergpudel verspielt sind und sehr gut mit Kindern auskommen.
  • Klug. Er merkt sich schnell, was zu Hause erlaubt ist und was nicht.
  • Haart wenig. Deshalb nennt man den Pudel oft hypoallergen, aber solche Hunde gibt es nicht. Manche Allergiker kommen mit einem Pudel wirklich besser zurecht, versprechen kann das aber niemand.

Eine Einschränkung gibt es beim Toypudel: Er ist klein, und ein ganz kleines oder sehr wildes Kind kann ihn verletzen, wenn es grob spielt. Nach unserer Erfahrung ist ein Toypudel in einer Familie, in der das Kind etwa acht Jahre alt ist, völlig in Ordnung. Mehr schauen wir aber auf die Erwachsenen: Für den Welpen sind sie verantwortlich.

Wie Sie den Hund vorbereiten

  • Zeigen Sie dem Welpen früh die Welt. Wenn er sich als Welpe an verschiedene Geräusche, Menschen und Orte gewöhnt hat, fürchtet er sich als erwachsener Hund weniger davor.
  • Bringen Sie ihm die Grundkommandos bei. Wenn der Hund „Sitz“, „Bleib“ und „Platz“ kennt, kommen Sie leichter mit ihm zurecht, wenn Kinder dabei sind.
  • Lassen Sie ihnen Zeit beim Kennenlernen. Wenn schon Kinder im Haus sind, lassen Sie sie den Welpen langsam und in Ruhe kennenlernen.

Wie die ersten Tage eines Welpen im neuen Zuhause ablaufen, haben wir in einem eigenen Artikel beschrieben.

Was das Kind lernen muss

  • Der Hund braucht manchmal seine Ruhe. Wenn er frisst, schläft oder auf seinen Platz gegangen ist, lässt man ihn in Ruhe. Das rät die RSPCA.
  • Streicheln, nicht ziehen. Zeigen Sie, wie man einen Hund streichelt. An Ohren und Schwanz zieht man ihn nicht, und man klettert nicht auf ihn. Umarmt werden mögen die meisten Hunde nicht.
  • Bei der Pflege helfen. Unter Ihrer Aufsicht kann das Kind Futter in den Napf geben oder den Hund bürsten.

Typische Situationen

  • Der Welpe springt hoch und zwickt. Junge Pudel sind sehr lebhaft. Bringen Sie dem Kind bei, das gelassen zu nehmen.
  • Der Hund ist eifersüchtig. Wenn ein kleines Kind im Haus ist, kann der Hund mit ihm um Aufmerksamkeit wetteifern. Sorgen Sie dafür, dass beide genug davon bekommen.
  • Kleines Kind und Hund zusammen. Bleiben Sie immer dabei, damit weder dem Kind noch dem Hund etwas passiert. RSPCA und PDSA sagen dasselbe: Man lässt die beiden nicht allein, auch nicht mit dem eigenen Hund.

Was das Kind davon hat

  • Ein Kind, das sich um einen Hund kümmert, lernt Verantwortung.
  • Mit dem Hund hat das Kind einen Freund an seiner Seite.
  • Beim Spazierengehen und Spielen mit dem Hund bewegt sich das Kind viel.