Redaktionelle Vorschau · Inhalte in Vorbereitung

Kleidung & Wetter / 4 Min. Lesezeit

So machen Sie Ihren Pudel winterfest

Was ein Pudel im Winter braucht – Kleidung, Pfoten- und Fellpflege, Impfungen, Spaziergänge bei Frost, Futter und Wasser.

Redaktioneller Entwurf · Stand: 12. Oktober 2026

Kurz gesagt

  • Bei strengem Frost reicht das Fell eines Pudels nicht: Er braucht warme Kleidung mit einer Außenseite, die nicht durchnässt.
  • Schauen Sie sich nach jedem Spaziergang die Pfoten an. Nach gestreuten Wegen spülen Sie sie mit lauwarmem Wasser ab und trocknen sie.
  • Bei Frost gehen Sie kürzer raus, dafür öfter.
  • Unsere Welpen impfen wir mit Nobivac® SHPPi. Hunden, die oft unter anderen Tieren sind, raten wir zusätzlich zum Schutz gegen Zwingerhusten.

Kleidung und Schuhe

Das dichte, lockige Fell schützt den Pudel ein Stück weit vor Kälte, aber bei strengem Frost reicht es oft nicht.

Kleidung. Pullover, Overall oder Mantel – bequem, warm und außen aus einem Stoff, der Wasser abweist. Für sehr kalte Tage raten wir zu Kleidung mit Fleece- oder Wollfutter.

Schuhe. Wenn Sie oft draußen sind, denken Sie über Winterschuhe für Hunde nach. Sie schützen die Pfoten vor Kälte, Schnee und Salz.

Pfoten

Im Winter setzen Salz und Eis den Pfoten zu.

  • Schneiden Sie das Fell zwischen den Zehen kurz. Schnee ballt sich zwischen den Ballen zu Klumpen, und der Hund kann schlecht laufen.
  • Vor dem Spaziergang können Sie Pfotenbalsam oder eine Schutzcreme auftragen – dünn. Die PDSA empfiehlt das, damit die Ballen nicht rissig werden.
  • Ist der Hund über Gestreutes gelaufen, spülen Sie die Pfoten mit lauwarmem Wasser ab, auch zwischen den Zehen. Danach gut abtrocknen. Mehr dazu im Abschnitt Streumittel und Pfoten.
  • Schauen Sie sich nach jedem Spaziergang die Pfoten an: Gibt es kleine Wunden, Risse oder Schneeklumpen zwischen den Ballen?

Impfungen

Wenn Sie Ihren Welpen mit zwei Monaten bei uns abgeholt haben, hat er die erste Impfung. Das ist noch kein voller Schutz. Wir impfen unsere Welpen mit Nobivac® SHPPi – gegen Staupe, die ansteckende Leberentzündung des Hundes, Parvovirose und Parainfluenza.

Die zweite Impfung folgt etwa einen Monat später, dann schon bei Ihnen. In der Gebrauchsinformation des Impfstoffs steht: Wurde vor der 12. Woche zum ersten Mal geimpft, muss man nach zwei bis vier Wochen noch einmal impfen, weil die Antikörper der Mutter stören können. Die StIKo Vet empfiehlt, Welpen mit 8, 12 und 16 Wochen zu impfen und noch einmal mit 15 Monaten. Das ganze Schema haben wir im Artikel über Impfungen aufgeschrieben.

Ist die Grundimmunisierung abgeschlossen, hält der Schutz gegen Staupe, Hepatitis und Parvovirose drei Jahre, gegen Parainfluenza ein Jahr.

Hunden, die viel unter anderen Hunden sind, raten wir zusätzlich zum Schutz gegen Zwingerhusten – im Winter wie im Sommer. Auch die StIKo Vet empfiehlt ihn nicht allen, sondern nur solchen Hunden. Wir meinen: Wenn ein Hund auf Veranstaltungen mit vielen anderen Hunden ist, kostet die Impfung weniger, als später eine Bronchitis zu behandeln.

  • Nobivac® Pi – nur gegen das Parainfluenzavirus. Dieselbe Komponente steckt schon in SHPPi, deshalb braucht ein Hund, der gerade mit SHPPi geimpft wurde, Pi nicht zusätzlich. Allein ist sie in den Jahren sinnvoll, in denen der Schutz gegen Parainfluenza schon aufgefrischt werden muss, die übrigen Komponenten aber noch nicht dran sind. Das entscheidet der Tierarzt.
  • Nobivac® BbPi – gegen zwei Erreger des Zwingerhustens: das Bakterium Bordetella bronchiseptica und das Parainfluenzavirus. Der Impfstoff wird in die Nase gegeben. Laut Gebrauchsinformation setzt der Schutz gegen Bordetellen nach 72 Stunden ein, gegen Parainfluenza nach drei Wochen, und er hält ein Jahr. Mit der Impfung verläuft die Krankheit leichter, anstecken kann sich der Hund aber trotzdem.

Spaziergänge bei Frost

Bei strengem Frost gehen Sie kürzer raus – das rät auch die AVMA. Statt einer langen Runde gehen Sie lieber mehrmals kurz vor die Tür und spielen zu Hause mehr mit dem Hund.

Fell

Bürsten Sie regelmäßig. Nasses oder gefrorenes Fell verfilzt.

Baden Sie den Hund nicht zu oft, sonst trocknet die Haut aus. Nach dem Baden muss das Fell ganz trocken werden, sonst kühlt der Hund aus.

Futter und Wasser

Das Futter muss ausgewogen sein. Bewegt sich der Hund im Winter weniger, braucht er auch weniger Futter – daran erinnert die PDSA. Behalten Sie das Gewicht im Auge.

Frisches Wasser muss der Hund immer haben, auch im Winter.