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Verpaarung von Pudeln in der Farbe Fawn: Was erlaubt und was verboten ist

Mit welchen Farben Sie einen Fawn-Pudel verpaaren können, welche Kombinationen die Klubs verbieten und wie weit Rüde und Hündin in der Größe auseinanderliegen dürfen.

Redaktioneller Entwurf · Stand: 12. Oktober 2026

Kurz gesagt

  • Fawn können Sie mit Fawn (auch Apricot und Rot) und mit Schwarz verpaaren; die Zuchtordnung des DPK erlaubt außerdem Weiß.
  • Mit Grau geht es nicht, und Fawn mit Braun zu verpaaren verbietet die Zuchtordnung des DPK ausdrücklich.
  • Von einem schwarzen Partner, der kein Fawn trägt, sind alle Welpen schwarz.
  • Bei Toypudeln dürfen Hündin und Rüde nach der Zuchtordnung des ADP in der Größe höchstens 4 cm auseinanderliegen.
  • Ob ein Hund zur Zucht zugelassen wird, entscheidet am Ende Ihr Klub.

Was die FCI Fawn nennt

Im gültigen FCI-Standard wird fawn (Fawn) als einfarbige Farbe geführt und in seiner ganzen Bandbreite beschrieben: von hellem Fawn bis zu rotem Fawn, dazu orangefarbenes Fawn (Apricot). Dasselbe steht im französischen Text des Standards.

Für die FCI sind Apricot und Rot also Spielarten von Fawn. Sie unterscheiden sich vor allem in der Intensität, also darin, wie dicht das Pigment ist.

Mit wem Sie verpaaren können

Die Tabelle stützt sich auf die Zuchtordnungen der deutschen VDH-Klubs – DPK und ADP – und auf den FCI-Standard. Die Klubs können Einzelheiten jeweils auf ihre Weise regeln.

Farbe des Partners (FCI) Erlaubt? Wessen Regel Welche Welpen zu erwarten sind
Fawn, auch Apricot und Rot Ja Dieselbe Farbe; beim DPK gehört Fawn zu der Gruppe, die nach Ermessen des Züchters verpaart wird Alle Welpen Fawn, der Farbton reicht von hell bis rot
Schwarz Ja DPK: Schwarz, Weiß und Fawn werden nach Ermessen des Züchters verpaart. ADP: „fawn mit schwarz“ Trägt der schwarze Partner kein Fawn, sind alle Welpen schwarz, und jeder trägt Fawn. Trägt er es, ist etwa die Hälfte schwarz und die Hälfte Fawn
Weiß Ja DPK: Schwarz, Weiß und Fawn werden nach Ermessen des Züchters verpaart. In der Liste des ADP gibt es diese Paarung nicht Schwarze gibt es meist nicht. Die Welpen sind hell, der Farbton lässt sich schwer vorhersagen
Grau Nein DPK und ADP: Grau nur mit Grau oder Weiß –
Braun Verboten DPK: Braun × Fawn ist verboten. In der Liste des ADP steht Braun nur in der Paarung mit Schwarz –

Wie die Genetik das erklärt

Fawn, Apricot und Rot entstehen, wenn der E-Lokus so aussieht: ee („recessive red“, rezessives Rot). Wie der Farbton ausfällt, von hell bis dunkelrot, hängt unter anderem von der Intensität des Pigments ab.

Das Allel e ist rezessiv: Damit ein Welpe Fawn wird, muss er e von beiden Eltern bekommen (Laboklin). Daraus ergibt sich die Tabelle:

  • Fawn × Fawn (ee × ee): Alle Welpen sind ee, also Fawn.
  • Fawn × Schwarz, das kein Fawn trägt (ee × EE): Alle Welpen sind Ee. Sie sind schwarz und kein „dunkleres Fawn“, und jeder trägt Fawn.
  • Fawn × Schwarz, das Fawn trägt (ee × Ee): Etwa die Hälfte der Welpen ist schwarz, die Hälfte Fawn.
  • Fawn × Weiß. Auch Weiß beruht beim Pudel auf dem rezessiven e: In der Liste der Gentests des ADP ist der E-Lokus als „rezessives Rot, Gelb, Creme, Weiß“ beschrieben. Deshalb erwartet man von einer solchen Paarung meist keine schwarzen Welpen, und wie der Farbton ausfällt, lässt sich vorher nicht sagen.

Das ist ein vereinfachtes Schema: Auch andere Loci beeinflussen die Farbe. Ob ein schwarzer Pudel Fawn trägt, zeigt ein Gentest auf den E-Lokus.

Die Farbe Braun bestimmt der B-Lokus (bb). Die Zuchtordnung des DPK verbietet ausdrücklich, Fawn mit Braun zu verpaaren; eine Erklärung steht darin nicht.

Grau. DPK und ADP erlauben beide, Graue nur mit Grauen und Weißen zu verpaaren.

Größenunterschied

Besitzer würden gern einen kleinen Rüden mit einer deutlich größeren Hündin verpaaren. Die Zuchtordnung des ADP erlaubt das nicht – so schützt man die Reinheit des Typs und die Gesundheit:

  • Toypudel: Hündin und Rüde liegen in der Größe höchstens 4 cm auseinander.
  • Verschiedene Größenvarietäten zu verpaaren ist grundsätzlich verboten. Ausnahmen gibt es nur in engen, vorher abgestimmten Fällen (3–5 cm) und nur einmal, für eine bestimmte Verpaarung.

In der Zuchtordnung des DPK lautet die Regel anders: Eine Hündin wird nicht mit einem Rüden verpaart, der mehr als etwa 12 % größer ist als sie. Und einen Zwergpudel aus Toy-Eltern darf man, wenn er nicht größer als 29 cm ist, mit einem Toy verpaaren, und die Welpen werden dann als Toys eingetragen.

Ein typischer Fall: Der Rüde misst 26 cm, die Hündin 28,5 cm. Nach dem Standard ist sie schon ein Zwergpudel, in Wirklichkeit aber ein Toy. Im FCI-Standard gibt es für eine solche Verpaarung keine Erlaubnis; die erteilen die Leiter der Klubabteilungen, jedes Mal einzeln. Die Größe lässt sich nicht genau vorhersagen, und würde man die Hunde streng nach dem Zollstock einteilen, verlöre die Rasse an Vielfalt.