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Welpenwahl & Papiere / 2 Min. Lesezeit

Betrügerische Welpenanzeigen: So erkennen Sie sie

Woran Sie eine betrügerische Welpenanzeige erkennen und wie Sie kaufen, ohne Ihr Geld zu verlieren.

Redaktioneller Entwurf · Stand: 12. Oktober 2026

Kurz gesagt

  • Keine Geschäfte aus der Ferne. Keine blinde Vorkasse. Kein Versand.
  • Fahren Sie zuerst zum Züchter, sehen Sie sich die Hunde und die Papiere an.
  • Eine Anzahlung, nachdem Sie persönlich da waren und einen schriftlichen Vertrag geschlossen haben, ist ganz normal.

Wie Betrüger vorgehen

Im Internet gibt es viele Betrüger, die Welpen „verkaufen“, vor allem von beliebten Rassen wie dem Pudel. Der Welpe wird „kostenlos“ oder „günstig“ angeboten, und dann sollen Sie für Transport oder Papiere zahlen. Einen Hund gibt es am Ende nicht.

Anzeichen einer betrügerischen Anzeige

Anzeichen Was es bedeutet
Zu günstiges Angebot Ein Rassehund für 500 € oder „geschenkt“ ist sehr verdächtig
Keine Fotos und Videos mit dem Züchter Die Bilder sind meist aus dem Internet gestohlen
Kein echter Ort Es gibt keine Adresse, hinfahren und anschauen ist unmöglich
Nur Lieferung im Angebot Nur „Lieferung per Kurier“: Hinfahren und anschauen dürfen Sie nicht, eine Übergabe vor Ort wird abgelehnt
Übertrieben emotionale Texte „Gerettet“, „letzte Chance“, „muss dringend abgegeben werden“

Ein echter Züchter versteckt sich nicht, drängt Sie nicht zur Entscheidung und zeigt Ihnen die Welpen jederzeit bei sich zu Hause.

Vom Kauf eines Welpen mit Lieferung raten wir ab. Sie müssen wissen, unter welchen Bedingungen er geboren wurde und dass er wirklich aus Deutschland kommt. Mit einem geprüften Züchter oder unter besonderen Umständen lässt sich aber immer eine Ausnahme vereinbaren. Wenn die tierärztlichen Papiere in Ordnung sind, verbietet das Gesetz nicht, Welpen unter angemessenen Bedingungen zu transportieren. Ein Warnsignal ist ein Verkäufer, der nur Lieferung anbietet und Sie nicht kommen lässt.

Anzahlung und Reservierung

Eine Anzahlung oder Reservierung ist für sich genommen noch kein Betrug. Sie sind zum Züchter gefahren, haben die Welpen gesehen und wie sie leben, Sie haben sich kennengelernt, sich geeinigt und einen schriftlichen Vertrag geschlossen – das ist ganz normal.

Stutzig machen sollte Sie etwas anderes: Man will Geld von Ihnen, bevor Sie Welpe und Verkäufer auch nur ein einziges Mal gesehen haben.

Wie Sie kaufen

  1. Fahren Sie persönlich zum Züchter.
  2. Sehen Sie sich an, wie die Hunde leben.
  3. Lassen Sie sich die Papiere zeigen:
    • Ahnentafel oder Vereinsbescheinigung (bei FCI-Hunden);
    • Impfpass mit der Mikrochipnummer;
    • Gentests der Eltern.
  4. Wenn alles stimmt, kaufen Sie. Wenn Ihnen etwas seltsam vorkommt, lassen Sie es lieber.

Sind Sie unsicher, fragen Sie erfahrene Züchter oder den Verein um Rat.

Wenn Hunde schlecht gehalten werden

Melden Sie das dem Veterinäramt, einem Tierschutzverein oder der Polizei.

Quellen & Einordnung

Quellen abgerufen am 12. Oktober 2026. Allgemeine Orientierung; keine individuelle Untersuchung oder Beratung.